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Einbau

Performance and operating conditionsBearing type and arrangementBearing sizeLubricationOperating temperature and speedBearing interfacesBearing executionSealing, mounting and dismounting

Vor dem Einbau sollten alle benötigten Teile, Werkzeuge, Hilfsmittel und Informationen bereitliegen. Anhand von Montagezeichnungen und Einbauanleitungen feststellen, in welcher Reihenfolge und Richtung die einzelnen Teile einzubauen sind. Die Lager dürfen erst unmittelbar vor dem Einbau der Originalverpackung entnommen werden, damit sie nicht verschmutzen. Besteht Gefahr, dass Lager durch unsachgemäße Behandlung oder beschädigte Verpackungen verschmutzt worden sind, müssen sie vor dem Einbau ausgewaschen, getrocknet und überprüft werden.

Montagebereich

Der Einbau sollte nach Möglichkeit in einem trockenen, staubfreien Raum vorgenommen werden, fern ab von spanabhebenden oder stauberzeugenden Maschinen. Wenn Lager außerhalb geschützter Räume eingebaut werden müssen – was bei größeren Lagern häufig der Fall ist – sind geeignete Vorsichtsmaßnahmen zu treffen, um Lager und Lagerstelle bis zum Abschluss der Montage wirksam gegen Staub, Schmutz und Feuchtigkeit zu schützen. Das kann z.B. durch Abdecken bzw. Einhüllen der Lager und/oder der Maschinenteile mit Kunststofffolie oder Paraffinpapier geschehen.

Kontrolle aller Gegenstücke

Gehäuse, Welle, Dichtungen und sonstige Teile der Lagerung sind auf Sauberkeit zu überprüfen. Besonders sorgfältig sind z. B. Schmier- und Gewindebohrungen, Schmierstoff-Zuführbohrungen und Nuten zu prüfen, weil sich dort Rückstände von vorangegangenen Bearbeitungsschritten festgesetzt haben könnten. Nicht bearbeitete Oberflächen im Inneren von Gussgehäusen müssen frei von Formsand sein. Eventuell vorhandene Grate sind zu entfernen.

Die Maß- und Formgenauigkeit aller an das Lager anschließenden Einbauteile ist zu überprüfen. Die Lager laufen nur dann einwandfrei, wenn die geforderte Genauigkeit der Gegenstücke und die vorgeschriebenen Toleranzen eingehalten werden. Zur Kontrolle zylindrischer Wellen- und Gehäusesitze werden in der Regel die Durchmesser mit Hilfe einer Bügel- oder einer Innenmessschraube an zwei Stellen und in vier Ebenen gemessen (Bild 1). Für die Überprüfung kegeliger Lagersitze können Kegellehrringe, z. B. der Reihe GRA 30, oder Kegelmessgeräte, z. B. der Reihe DMB bzw. 9205, oder auch Tuschierlineale verwendet werden.

Entfernen des Korrosionsschutzmittels

Das fabrikneuen Lagern anhaftende Korrosionsschutzmittel muss normalerweise nicht entfernt werden. Lediglich an der Außenring-Mantelfläche und in der Bohrung sollte es abgewischt werden. Sollte allerdings das vorgesehene Schmierfett nicht mit dem Korrosionsschutzmittel verträglich sein, müssen die Lager ausgewaschen und sorgfältig getrocknet werden. Mit Fett gefüllte und durch Dicht- oder Deckscheiben beidseitig abgedichtete Lager dürfen vor dem Einbau nicht gewaschen werden.

Sicherheit und Handhabung der Lager

SKF empfiehlt die Verwendung von Schutzkleidung und geeigneten Werkzeugen, wie z.B. Schutzhandschuhe, Sicherheitsschuhe und Schutzbrille, sowie von Transport- und Hebevorrichtungen (Bild 2), die speziell für die Handhabung von Lagern entwickelt wurden. Dabei wird nicht nur Zeit und Geld gespart, die Arbeit ist dadurch auch weniger belastend, weniger unfallträchtig und weniger gesundheitsschädlich.

Für die Handhabung von angewärmten oder geölten Lagern empfiehlt SKF den Einsatz von entsprechenden wärme- bzw. ölbeständigen Schutzhandschuhen (Bild 3).

Wenn große und schwere Lager mit einer Hubvorrichtung bewegt oder in Position gehalten werden, sollten sie nicht an einem einzelnen Punkt angeschlagen werden. Stattdessen ist ein Metall- oder Textilband zu verwenden (Bild 4). Eine Feder zwischen dem Haken der Hubvorrichtung und dem Textilband erleichtert die Positionierung des Lagers, wenn es auf die Welle geschoben werden soll.

Um das Anheben zu erleichtern, können große Lager auf Anforderung mit Traggewinden in den Ringstirnseiten versehen werden, in die Ringschrauben eingeschraubt werden können. Die Lochgröße ist dabei durch die Dicke des Rings begrenzt. Deshalb darf mit solchen Ringschrauben nur das Lager selbst oder der einzelne Ring angehoben werden. Es ist auch darauf zu achten, dass die Ringschrauben nur in Richtung ihrer Achse belastet werden (Bild 5).

Verfahren und Werkzeuge

Je nach Lagerart und -größe kommen für den Einbau mechanische, hydraulische oder thermische Verfahren infrage (→ SKF Verfahren und Werkzeuge [PDF]). Hinsichtlich der Lagergröße wird unterschieden zwischen:

  • kleinen Lagern → d ≤ 80 mm 
  • mittleren Lagern → 80 mm < d < 200 mm 
  • großen Lagern → d ≥ 200 mm
Grundsätzlich gilt, dass Schläge unmittelbar auf Lagerringe, Käfige oder Wälzkörper bzw. Dichtungen vermieden werden müssen und dass Einbaukräfte nicht über die Wälzkörper geleitet werden dürfen.

In Fällen fester Passung sind vorher die Lagersitze leicht einzuölen. Bei loser Passung empfiehlt es sich, die betreffende Passfläche mit einer Montagepaste zu bestreichen.

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